Freitag, 23. Oktober 2015

Life in Santa Barbara


Hello!

Es ist bereits einen Monat her, seit Ale und ich uns auf den Weg nach unserem letzten Halt auf die Reise machten. In Santa Barbara angekommen, haben wir eingen Gang zurückgeschaltet und einfach nur gechillt. 

Mittlerweile bin ich alleine hier und die Uni hat auch schon längst begonnen. Ich wohne in Goleta, etwas ausserhalb von Santa Barbara und gehe an die UCSB zur Schule. Die UCSB ist in Isla Vista - genau, das für die Studenten- und Hausparties bekannte IV!
Anfangs war das Ganze mit der Schule, dem Stundenplan, dem Check-in für Austauschstudenten, den ÖVs und dem Einkaufen etwas kompliziert. Mittlerweile habe ich mich gut eingelebt und bin ganz schön in den lockeren Flow, der hier herrscht, reingekommen.

Die Leute hier nehmen es einfach gemütlich. Ich fühle mich manchmal wie in Griechenland oder sonst irgendwo am Mittelmeer. Vor 10:00 Uhr läuft hier nichts! Offen sind sie auch, die Menschen hier. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht an der Busstation, im Bus, beim Schlangestehen, auf dem Campus usw. von irgendjemandem angesprochen werde. Dann wird einfach mal etwas geplaudert. Das kannte ich aus der Schweiz nicht. Wir fokussieren uns im Alltag auf uns. Vielleicht liegt diese lockerleichte Attitude auch am schönen Wetter. Jeden Morgen wenn ich aufstehe, zwitschern Vögel und die Sonne scheint. :-)

An der UCSB zur Schule gehen ist eine Besonderheit für sich. Man stellt sich eine kleine Stadt vor, die etwa 20'000 Menschen (fast alles Studenten) beherbergt. Ein Stadtteil besteht aus Schulgebäuden, Einkaufsläden und Bibliotheken. Im anderen Stadtteil sind alle Studentenwohnhäuser. Die Studenten haben hier praktisch ihre eigene Stadt. Sogar eine Isla Vista Polizeieinheit ist hier Zuhause.

Man kennt das amerikanische Studentenleben ziemlich gut aus Filmen. Ich kann euch sagen, es ist genau so, wie in den Filmen. In IV finden die Parties praktisch nur in den Häusern statt. Da läuft laute Musik (meist haben sie sogar einen DJ), überall steht Alkohol und rote Plastikbecher, oft spielt ein Student an der Tür den Türsteher und begrüsst die Gäste. Man kann einfach in die Häuser hineinspazieren und mitfeiern. Hat man sein eigenes Bier oder Fireball (kennt man das in der Schweiz?) dabei, ist man sowieso herzlich willkommen. 
Man sollte jedoch aufpassen. Auf der Strasse trinken ist verboten. Auch auf den Randstein sollte man sich nicht setzen und schon gar nicht auf die Idee kommen, irgendwo im Freien pinkeln zu wollen. Die Polizisten sind überall. Sie sind jedoch nicht immer so streng wie sie aussehen. Als wir das Erste mal an eine Houseparty wollten, haben wir auf dem Weg mit ihnen Frisbee gespielt.
Um Mitternacht ist dann Schluss. Eine grosse Menschenmenge versammelt sich auf der Strasse und man geht Essen, torkelt irgendwo in ein weiteres Haus, um im kleinen Ramen zu feiern oder, wie wir es meist tun, geht nach Hause, um noch genug Schlaf zu bekommen.

Der Tag auf dem Campus ist nicht so spektakulär. Alle Studenten sind zu Fuss, mit dem Velo oder auf ihrem Skateboard unterwegs zu ihren Klassen. Ich persönlich besuche nur fünf Module die Woche - habe also genug Freizeit! :-)

Und diese Freizeit geniesse ich am meisten. Meine Module sind eigentlich immer nur am Nachmittag oder Abend für 2-3 Stunden (ausser Donnerstags) und am Montag habe ich jeweils frei.
Ich kann jeden Tag gestalten, wie es mir passt. Mir ist aufgefallen, dass ich seit ich hier bin, nichts getan habe, worauf ich keine Lust hatte. Ein schönes Gefühl!

Ich habe in der Nähe ein Yogastudio gefunden und mich gleich dort angemeldet. Yoga gehört nun fast schon zu meiner Routine. Diese Woche habe ich mich zudem noch im Fitness Center der Uni angemeldet. Ich bin viel mit dem Fahrrad unterwegs und wenn die Zeit reicht, fahre ich mit dem Bus nach Santa Barbara Downtown. Am Strand war ich noch nicht so oft, was ich aber unbedingt ändern möchte. Und es sind noch einige Aktivitäten und Trips geplant, wovon ich euch natürlich mehr erzählen möchte.

Ich mag meine Freiheit hier. Und es tut auch mal gut, ganz alleine zu sein. Anfangs war ich sehr skeptisch und machte mir grosse Sorgen. Doch schon nach einigen Tagen fühlte ich mich richtig wohl hier. Die Erlebnisse und Erfahrungen erweitern mir meinen Horizont und ich habe eine neue Sicht was viele Dinge betrifft. Auch meine Einstellung hat sich teilweise verändert und ich hoffe, dass ich Vieles von hier mit in meinen Alltag in die Schweiz mitnehmen werde.

Love,
Irini




Share:

1 Kommentar

  1. great design :))) but you have to remove the link to the pipdig. other wise you can "inspire" som other bloggers to get exactly same template :)

    AntwortenLöschen

© things i would die for | All rights reserved.
Blogger Template Developed by pipdig